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Auftakt ins neue Gartenjahr mit dem richtigen Schnitt und samenfestem Saatgut

Gleich zu Beginn des Jahres stand beim Gartenbauverein das Thema „Samenfestes Saatgut“ im Fokus. In einem informativen und praxisnahen Vortrag erklärte Referentin Elisabeth Gruber den Unterschied zu modernem Hybridsaatgut (F1) und verdeutlichte, weshalb alte Sorten und eine bunte Pflanzenvielfalt im Garten so wichtig sind. Außerdem lässt sich aus samenfesten Sorten jedes Jahr wieder eigenes Saatgut gewinnen. Dazu gab es auch gleich praktische Tipps: Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Saatguternte, wie trocknet und lagert man Samen, worauf sollte man noch achten?

Zum Abschluss konnte Saatgut getauscht oder mitgenommen werden. Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu tauschen und neues Wissen mitzunehmen.

Auch im Bäckgarten, dem vom Gartenbauverein gepflegten Streuobstgarten, hat sich in den vergangenen Wochen viel getan: 80 alte Apfelbäume wurden von erfahrenen Baumpflegern fachgerecht geschnitten. Überalterte, beschädigte oder ungünstig gewachsene Äste wurden entfernt, die Kronen ausgelichtet und stabil aufgebaut. Die Bäume sind nun wieder in Form, deutlich vitaler und zugleich sicherer – herab brechende Äste sind künftig keine Gefahr mehr.

Möglich wurde die umfangreiche Maßnahme durch die Bewilligung einer Förderung des Landesverbandes, die der Verein bereits vor längerer Zeit beantragt hatte. Umso größer ist die Freude nun über diesen wichtigen Schritt für den Erhalt des wertvollen Streuobstbestands und den Beitrag zur ökologischen Vielfalt in unserer Region. 

Aufgeräumt wurde der Bäckgarten anschließend von zahlreichen freiwilligen Helfern, die das geschnittene Astwerk zusammengetragen und mit schwerem Gerät gehäckselt haben. Der frische, unbehandelte Mulch kann nun in Eitensheimer Gärten weiterverwendet werden. Für diesen tatkräftigen Einsatz ein großes Dankeschön an alle Helfer!

So vorbereitet konnte im Bäckgarten auch gleich der erste Baumschneidekurs des Jahres stattfinden. Kreisfachberaterin Anne Fröhlich vermittelte knapp 30 Interessierten zunächst die Grundlagen des Obstbaumschnitts. Dabei erklärte die Fachfrau anschaulich, worauf beim Schneiden geachtet werden sollte, welche Äste entfernt oder erhalten bleiben sollten und warum bestimmte Schnittmaßnahmen zu bestimmten Jahreszeiten sinnvoll sind – immer mit dem Ziel, die Bäume gesund zu erhalten und den Ertrag langfristig zu fördern.

Direkt auf der Streuobstwiese konnten die Teilnehmenden das Erklärte auch gleich selbst ausprobieren. Gemeinsam wurden verschiedene Obstbäume begutachtet, Schnittmaßnahmen und deren Wirkung besprochen und Astschere und Säge dann von den Teilnehmenden selbst angesetzt. So entstand eine lebendige Atmosphäre, bei der Fragen aus dem eigenen Garten und auch der Austausch untereinander nicht zu kurz kamen.

Der nächste Kurs wird als „Sommerschnittkurs“ im Frühsommer stattfinden, der Termin wird noch bekanntgegeben.